Aktuelle News

Thomas Frölicher, Preisträger des Theodor Kocher Preis 2019

Thomas Frölicher erhält den Theodor-Kocher-Preis 2019 der Universität Bern. Der Theodor-Kocher-Preis wird an junge Forscherinnen und Forscher der Universität Bern für herausragende und innovative wissenschaftliche Leistungen in allen Fakultäten und Fachbereichen vergeben. Thomas wird die Auszeichnung beim diesjährigen Dies Academicus erhalten.

KUP PhD Day 2019

Der zweite PhD Tag der Klima- und Umweltphysik fand am 13. Juni statt. Es war ein Tag ganz im Namen der Wissenschaft, bei dem die DoktorandInnen den Stand ihrer Forschung vorgestellt und diskutiert haben.

Feldarbeit bei EastGRIP

Lucas Silva misst normalerweise die CO2 Konzentration in Antarktischen Eisproben. Zurzeit ist er bei Feldarbeiten in EastGRIP mit dem Prozessieren und Aufnehmen von Eisbohrkernen beschäftigt. Zwischendurch geniesst er seinen ersten Einsatz auf dem Eisschild und erkundet Firnschichten, welche von grosser Bedeutung für seine Forschung sind.

Vier neue EU Forschungsprojekte

Mitglieder der Klima- und Umweltphysik sind Partner in vier neuen Forschungsprojekten in Horizon 2020 der Europäischen Kommission, die 2019 starten. Projekt BEOIC, BeyondEPICA: Oldest Ice Core, hat zum Ziel, einen 1.5-Millionen Jahre alten Eisbohrkern aus der Antarktis zu gewinnen. Die Schweiz, vertreten durch Forschende der KUP, beteiligt sich in führender Rolle an diesem 11 Millionen-€ Projekt.

Das EU Projekt TiPES untersucht Kipppunkte im Erdsystem durch die Kombination von neuen mathematischen Theorien und paläoklimatischen Daten. Mitglieder der KUP führen Simulationen mit Erdsystemmodellen reduzierter Komplexität durch, um paläo-ozeanographische Spurenstoffe zu verstehen.

Das EU Projekt CCICC wird die Unsicherheiten im Verständnis von Kohlenstoff-Klima Wechselwirkungen und Rückkoppelungen reduzieren.
Forschende der KUP werden Schlüsselprozesse quantifizieren, die das gekoppelte System regulieren. Beobachtungen und Simulationen liefern Abschätzungen der Reaktion des Klimasystems auf anthropogene Emissionen.

Das EU Projekt COMFORT bestimmt Kipppunkte im physikalischen und biogeochemischen Erdsystem und deren Folgen für die marinen Kreisläufe von Kohlenstoff, Sauerstoff und Nährstoffe. Mitglieder der KUP untersuchen Extremereignisse in marinen Systemen und bestimmen maximal zulässige Emissionen fossiler Brennstoffe, so dass ein für den Menschen und Ökosysteme sicheres Klima nicht gefährdet wird.

Thomas Stocker, Mitglied der Leopoldina

Thomas Stocker wurde zum Mitglied der Leopoldina, der Deutschen Akademie der Wissenschaften, ernannt. Die Leopoldina ist eine übernationale Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf Vorschlag von Mitgliedern in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durch das Präsidium in die Akademie gewählt werden. Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und ist die älteste, ununterbrochen existierende Gelehrtengesellschaft der Welt. Sie bearbeitet unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen wichtige gesellschaftliche Zukunftsthemen aus wissenschaftlicher Sicht, vermittelt die Ergebnisse der Politik und der Öffentlichkeit und vertritt diese Themen national wie international.

EPS Historic Site 2019

Die Forschungsstation Jungfraujoch erhält von der European Physical Society eine Auszeichnung als ‚Historic Site‘. Um diese Auszeichnung zu feiern, wird am Donnerstag 7. Februar 2019 an der Universität Bern ein halbtägiges Symposium stattfinden.

Hier bekommen Sie detailierte Informationen (Flyer).

Hitzewellen im Meer werden häufiger

Marine Hitzewellen - längere Zeiträume mit extrem hohen Meerestemperaturen - werden in Folge der Klimaerwärmung häufiger, ausgedehnter und intensiver. Dies zeigt eine von Thomas Frölicher geleitete Studie, welche soeben im Fachmagazin Nature publiziert wurde (https://www.nature.com/articles/s41586-018-0383-9). Die Studie zeigt, dass sich die marinen Hitzetage zwischen den Jahren 1982 und 2016 verdoppelt hat. Dieser Trend wird sich als Folge des Klimawandels weiter verstärken.

Medienmitteilung der Universität Bern, 15.8.2018

Eine 1.5°-2° wärmere Welt in der Zukunft - Lernen aus der Vergangenheit

In einer aktuellen Publikation in Nature Geoscience (https://www.nature.com/articles/s41561-018-0146-0) hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Hubertus Fischer die Langzeitänderungen des Erdsystems in der Zukunft mithilfe von Phasen in der Klimavergangenheit, die wärmer waren als die vorindustrielle Periode, untersucht. Die Studie zeigt, dass sich marine und terrestrische Ökosysteme räumlich verschieben werden und dass der Meeresspiegel auch unter den strengen CO2-Emissionsszenarien des Paris Abkommens über die nächsten Jahrtausende um mehrere Meter ansteigen wird. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, dass Klimamodelle auch die langfristigen Effekte im Erdsystem abbilden können müssen, um das volle Spektrum der Erdsystemänderungen vorherzusagen.

Nature Geosciences, 27.6.2018

 

 

KUP PhD Day 2018

Am ersten "PhD Day" der KUP versammelte sich eine enthusiastische Gruppe von Wissenschaftlern, um über laufende Projekte zu diskutieren, persönliche Erfahrungen auszutauschen und neue Kollaborationen anzuregen.

Dieser Anlass hat einmal mehr die Breite unserer Forschung aufgezeigt. Diese reicht von der Entwicklung von innovativen Analyse-Tools über die Messung von neuen paläoklimatischen Messreihen an Eisbohrkernen und Baumringen, Entwicklung und Anwendung von physikalisch-biogeochemischen Klimamodellen über Zeiträume von Jahren bis Millionen von Jahren bis zu Radioisotopen-Umweltphysik.

8.6.2018